Dr. Stenneken -  Praxis für Zahnheilkunde - Zahnpflege

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Zahnpflege

Die meisten  der unten aufgeführten Beschreibungen über grundlegende Dinge der täglichen häuslichen Zahnpflege sollten Ihnen bekannt vorkommen. Trotzdem werden sie hier der Vollständigkeit halber aufgeführt.

DIE perfekte Putztechnik, die für alle Patienten optimal ist, gibt es nicht. Ein Patient mit gesundem Zahnfleisch kann anders putzen als jemand mit Rezessionen (dies bezeichnet den nicht entzündlichen Zahnfleischrückgang, z.B. durch falsche Putztechnik) oder mit Parodontitis (entzündlicher Zahnfleischrückgang). Hier ist immer Beratung durch Ihren Zahnarzt oder durch die versierte zahnärztliche Assistentin gefragt.

Die Zähne sollen möglichst nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Als Mindestmaß sei hier 2x täglich, morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen genannt. Bei guter Putztechnik sind jeweils 3 Minuten Puzten ausreichend; besser ist eine Putzdauer bis 5 Minuten. Da jeden Abend die Zahnzwischenraumpflege durchgeführt werden sollte, sind hier isgesamt mindestens 5 Minuten anzusetzen. Ein dritter Putztermin nach dem Mittagessen ist empfehlenswert.

Ernährung

Die Bakterien, die unweigerlich in jeder Mundhöhle vorhanden sind, benötigen für ihre Existenz Zucker, um sich zu vermehren und durch ihre Stoffwechselprodukte (Säuren und Enzyme) die Krankheiten Karies und Parodontitis zu erzeugen. Zucker wird in unserer heutigen Ernährung mit fast allen Nahrungsmitteln  zugeführt. Je mehr kleine Mahlzeiten zugeführt werden, was aus ernährungsphysiologischer Hinsicht von Vorteil sein mag, desto häufiger bzw. länger sind unsere Zähne den Stoffwechselprodukten der Bakterien ausgesetzt und können so geschädigt werden.

Besonders schädlich ist die häufige oder langandauernde Zuführung von Zucker durch Süßigkeiten, besonders Bonbons und Lutscher, die lange im Mund verbleiben. Hier können Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen die Zähne schützen helfen. Solche Süßigkeiten erkennen Sie an dem Zahnmännchen mit Schirm (siehe links).

Es gilt, die Zeiten des Säureangriffs auf die Zähne durch die Zahnpflege so einzuschränken, daß das Gleichgewicht zwischen Demineralisation (“Erweichung” der Zähne durch Säure) und Re- mineralisation (“Stärkung” der Zähne durch Speichel und Fluoride) erhalten bleibt. Dann entsteht keine neue Karies.

Zahnbürsten

Sowohl mit Handzahnbürsten als auch mit elektrischen Zahnbürsten läßt sich eine gute tägliche Mundhygiene betreiben. Die Putztechniken sind jedoch grundverschieden. Naturborsten sind ein Hort für Bakterien und daher abzulehnen. Aus diesem Grund sollen nur abgerundete Kunststoffborsten verwendet werden, wie sie die meisten Bürsten bereits aufweisen.  Die Bürsten bzw. Bürstenaufsätze der elektrischen Zahnbürsten müssen alle 8 Wochen ausgetauscht werden, da
   1. sich immer mehr Bakterien zwischen den Borsten aufhalten  und
   2. die Abrundung der Borsten, die das Zahnfleisch schonen soll, verloren geht.

Generell ist eine mittlere Borstenhärte zu bevorzugen. Zahnbürsten sind nach dem Putzen gründlich mit klarem Wasser durchzuspülen und werden anschließend mit dem Kopf nach oben zum Trocknen aufgestellt.

Handzahnbürsten. Empfehlenswert sind Handzahnbürsten mit kurzem Kopf und planem Borstenfeld. Unterschiedliche Borstenhöhen und eine erhöhte Beweglichkeit im Kopf der Bürste ist eher hinderlich für effektives Putzen.

Elektrische Zahnbürsten. Hier sind Bürsten mit Rundkopf zu bevorzugen. Bürsten mit gegenein- ander beweglichen Borstenbüscheln schädigen das Zahnfleisch und sind daher abzulehnen.

Zahnzwischenraumpflegemittel

Zur vollständigen Zahnpflege gehört die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide, Zahnreinigungsband, Floss, Interdentalbürsten, usw. Welches Zwischenraumpflegemittel für Sie optimal ist und wie es angewendet wird, zeigt Ihnen Ihr Zahnarzt oder die Prophylaxeassistentin.

Fluoride

Die täglich angewendete Zahnpasta sollte Fluorid enthalten. Wenn in Ihrem Trinkwasser weniger als 1ppm Fluorid enthalten ist (in Deutschland ist fast überall kaum Fluorid enthalten; fragen Sie Ihr Wasserwerk), ist eine zusätzliche Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung als Vorbeugung vor Karies angezeigt. Mittlerweile ist z.B. fluoridiertes Speisesalz überall erhältlich, das eine gewisse Grundfluoridierung ermöglicht.

Bei besonderen Problemen, z.B. eingeschränkte Pflegemöglichkeit durch motorische Störungen, wie sie z.B. im Pflegeheim vorkommen, können Zahnpasten mit erhöhtem Fluoridgehalt für die tägliche Zahnpflege sinnvoll sein.

Als sehr wirkungsvoll hat sich zusätzlich die 1x wöchentliche Fluoridierung mittels einem stark fluoridhaltigen Gels (Fragen Sie Ihren Apotheker) bewährt. Für Kinder wird die tägliche Fluoridierung mit Tabletten nach individueller Verordnung durch den Kinder- oder Zahnarzt empfohlen.
 

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