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Dr. Stenneken - Promotion
Thema: Die Frontzahntraumatisierungshäufigkeit der permanenten Dentition in Abhängigkeit von der sagittalen Frontzahnstufe bei Kindern und Jugendlichen.
Vereinfacht ausgedrückt: Es geht um die Untersuchung, ob Kinder und Jugendliche mit unterschiedlich stark vorstehenden oberen Frontzähnen häufiger von Unfällen mit Verletzung dieser Zähne
betroffen sind, als Kinder mit normaler Verzahnung.
Dieser Zusammenhang konnte nachgewiesen und statistisch gesichert werden.
Es wurde aufgrund der statistischen Untersuchungen eine einfache Klassifikation (Einteilung) der Frontzahnstufe entwickelt, nach der eine Risikoeinschätzung für ein Frontzahnunfall
vorgenom- men werden kann. Für diese Klassifikation werden 4 Unterscheidungen gemacht:
1. negative Frontzahnstufe (die unteren Schneidezähne stehen vor den oberen): sehr geringes Risiko für einen Frontzahnunfall,
2. normale Frontzahnstufe (die oberen Schneidezähne stehen max. 3,5 mm vor den unteren): geringes Risiko für einen Frontzahnunfall,
3. moderat erhöhte Frontzahnstufe (die oberen Schneidezähne stehen 3,5 - 7 mm vor den unteren): mittleres Risiko für einen Frontzahnunfall,
4. exzessiv erhöhte Frontzahnstufe (die oberen Schneidezähne stehen über 7 mm vor den unteren): hohes Risiko für einen Frontzahnunfall.
Nebenergebnisse:
Sportarten mit direktem Körperkontakt, aber auch Mannschaftssportarten stellen ein hohes Risiko für die Verletzung der Frontzäne dar. Diese Sportarten sollten nur mit einem speziell
angepassten Sportmundschutz betrieben werden.
Verletzungen der Frontzähne bei Verkehrsunfällen traten ausschließlich bei Nichtbenutzung des Sicherheitsgurtes auf. Der Gurt sollte allerdings nicht nur wegen der Zähne bei jeder Fahrt
angelegt werden!
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